Josetxu Obregón

Geboren in Bilbao, studierte Violoncello, Kammermusik und Orchesterleitung zunächst in Spanien und spezialisierte sich dann auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis bei Lucia Swarts in Den Haag und bei Anner Bylsma in Amsterdam.

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Josetxu Obregón

Als Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis der Musik des Barock und der Klassik ist Josetxu Obregón musikalischer Leiter und Gründer von La Ritirata, mit dem er mehr als 600 Konzerte in Europa, Amerika und Asien gegeben und 16 CDs für Sony Music/Deutsche Harmonia Mundi und Glossa aufgenommen hat. Er hat sich als Referenz für die Musik von Luigi Boccherini und den spanischen Klassizismus sowie für die Werke von Antonio Caldara, Alessandro Scarlatti und den neapolitanischen Barock etabliert.

Er ist in bedeutenden Sälen wie der Carnegie Hall (New York), der Tokyo Opera City und Yokohama Minato-Mirai (Japan), dem Concertgebouw (Amsterdam), der Royal Festival Hall und der Wigmore Hall (London), der Philharmonie de Paris und der Opéra Royal de Versailles (Frankreich), dem National Centre for the Performing Arts (Peking) u. a. aufgetreten und wurde dabei von Kritik und Publikum einhellig gefeiert.

In den letzten Spielzeiten hat er Konzerte mit Solisten wie Núria Rial, Pierre Hantaï, Emiliano González-Toro und Giuseppina Bridelli geleitet und dabei unter anderem das Oratorium Il Giardino di Rose von Alessandro Scarlatti aufgeführt – von dem er die Weltersteinspielung vorgelegt hat –, mehrere Programme mit Kantaten von Bach, die Opern Les Arts Florissants von M. A. Charpentier und Don Chisciotte in corte della Duchessa von Antonio Caldara sowie die jüngste moderne Erstaufführung der Oper Scipione nelle Spagne von Alessandro Scarlatti in einer Inszenierung von Ignacio García im Auditorio de El Escorial.

In der Spielzeit 2026/2027 dirigiert er ein Programm mit Bach-Kantaten mit Solisten des Orquesta y Coro Nacionales de España (OCNE) im Zyklus „Satélites“, eine Hommage an Arriaga zum 200. Geburtstag im Teatro Arriaga in Bilbao, die Wiederaufnahme der Oper Les Arts Florissants von M. A. Charpentier in Sevilla sowie die Johannes-Passion von J. S. Bach gemeinsam mit dem Chor der Comunidad de Madrid im Auditorio de El Escorial und im Königspalast von Madrid.

Ausgezeichnet mit dem Kulturpreis der Comunidad de Madrid, dem Leonardo-Stipendium der Fundación BBVA und mehr als 13 Preisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, wurde Josetxu Obregón in Bilbao geboren. Er absolvierte seine Studien (Hochschulabschluss, Master und Postgraduiertenstudium) mit Bestnoten in Spanien, Deutschland und den Niederlanden, wo er sich zudem am Königlichen Konservatorium Den Haag auf historische Aufführungspraxis spezialisierte.

Als Cellist verfolgte er eine umfangreiche kammermusikalische Laufbahn und stand mit Musikern wie Christian Zacharias und Rosanne Philippens auf der Bühne. Zudem war er Mitglied einiger der bedeutendsten europäischen Orchester, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra und das Rotterdam Philharmonic Orchestra, und unterrichtete 15 Jahre lang am Real Conservatorio Superior de Madrid. Im Bereich der historischen Aufführungspraxis war er 15 Jahre lang Solocellist bei Ensembles wie L’Arpeggiata und dem European Union Baroque Orchestra (EUBO) und arbeitete mit Le Concert des Nations sowie dem Orchestra of the Age of Enlightenment zusammen, wobei er mit Künstlern wie Jordi Savall, Christina Pluhar, Philippe Jaroussky, Julia Lezhneva und Rolando Villazón auftrat.

Seit 2026 ist Josetxu Obregón künstlerischer Leiter des Festival Internacional de Arte Sacro de Madrid.

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